Beim Surfen im Netz sind wir über folgendes Video gestolpert: Es ist ein Spot für „Whiz Kids“-Schuhe und stammt aus dem Jahr 1978.
Neben der Aufmachung fanden wir vor allem erstaunlich zu sehen, wie wenig sich in Sachen Mode und auch dem Werbe-Look getan hat. Bzw. man sieht eigentlich ganz schön, dass die Styles von damals, besonders bei den Sneakers, wieder absolut in sind. Eben vor allem bei der jungen Mode:
Vor Jahren noch galten die Schuhe von Geox als die neuen Shooting-Stars am Schuhhimmel, doch nun scheint der Glanz langsam zu verblassen, vor allem im Topseller-Bereich der Kinderschuhe.
Der deutsche Schuhfachhandel hat in diesem Jahr rund 50% weniger Geox-Schuhe bestellt als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies ist vor allem auf einen angeblichen Qualitätsverlust zurückzuführen.
Geox wurde einst durch den „Schuh, der atmet“ bekannt, doch obwohl die Membran versprach Feuchtigkeit von außen nicht ins Innere des Schuhs zu lassen, beschwerten sich viele Kunden, dass genau dies eintrete. Besonders in Sachen Kinderschuhen ein absolutes No-Go.
Entspricht dies der Wahrheit oder handelt es sich hierbei nur um eine Hetzkampagne, denn Geox befindet sich momentan auch noch mitten in Patentstreitigkeiten mit dem US-Konkurrenten Gore?
Davon, dass passende Schuhe für Kinder enorm wichtig sind, haben wir ja schon mehrfach berichtet. Zu kleine Schuhe können zu Haltungsschäden bei den Kleinen führen. Doch nicht immer haben es die Eltern beim Kauf so leicht, denn eine aktuelle Studie aus Wien kam zu einem erschreckenden Ergebnis:
Fast jeder Schuh aus einer Fabrik stimmt nicht mit der angegebenen Größe überein! Die Größen für Schuhe liegen beim Hersteller und sind nicht EU-genormt. Das führt dazu, dass manche Schuhe zwei Größen größer oder kleiner als angegeben ausfielen. Hier herrscht also von Seiten der EU unbedingt Handlungsbedarf!
Wie können Eltern nun sicher gehen, dass die Kinder auch passende Schuhe bekommen. Der Daumentest ist meist nicht sehr zuverlässig, da manche Kinder die Zehen reflexartig einziehen.
Also am besten die Umrisse des Fußes abzeichnen und damit eine Schablone anfertigen. Diese sollte sich leicht in den Schuh setzen lassen.
Schon häufiger haben wir an dieser Stelle von zu kleinen Kinderschuhen berichtet. Nun haben Forscher das Phänomen untersucht und kamen zu erschreckenden Ergebnissen:
Kinderfüße stecken überwiegend in zu kleinen Schuhen, was zu Schädigungen führt. Das hat ein deutsch-österreichisches Forscherteam bei der Untersuchung von 858 Drei- bis Sechsjährigen festgestellt. 70 Prozent der Vorschulkinder trugen zu kurze Straßenschuhe, bei den Hausschuhen waren sogar 89 Prozent zu klein.
Die Folgen der eingezwängten Füßchen sind gravierend, denn drei Viertel der Kinder litten unter einer Schiefstellung der großen Zehe.
Für die Überprüfung der Winkelstellung der großen Zehen ihrer österreichischen Studienteilnehmer verwendeten die Wissenschaftler eine 3D-Messung mit einer Genauigkeit von 0,01 Millimetern.
Die Ergebnisse ließen sie staunen: Nur bei 24 Prozent der Kinder zeigten sich keine Abweichungen. Bei 42 Prozent war die große Zehe um bis zu sechs Grad gekrümmt, und bei 31 Prozent der Kinderzehen waren es sogar 7 bis 19 Grad. Die statistischen Berechnungen lieferten einen eindeutigen Befund: Je kürzer die Schuhe, desto gravierender die Schiefstellung der großen Zehe.
Einmal liegt es jetzt natürlich bei der Industrie genauer auf die Größenangaben zu achten, denn die seinen laut der Wissenschaftler auch meist falsch. Doch auch die Eltern können etwas tun, indem die die Füße der Kleinen genau vermessen und immer mal wieder die Schuhe und die Füße der Kinder kontrollieren.,
Seit längerem beschäftigen wir uns an dieser Stelle mit dem richtigen Schuhkauf für Kinder. Nun, um diese Kapitel zum Abschluss zu bringen, haben wir ein nettes Video gefunden, dass alle wichtigen Aspekte noch einmal zusammenfasst und auch aktuelle Messmethoden, wie das von uns bereits vorgestellte Gerät “plus12“, verdeutlicht.
In nächster Zeit können wir uns dann Schuhmarken und -arten widmen…